Workshop Wirtschaft und Energie

30. Mai 2012, 10-16 Uhr, Stadthalle in Lahnstein


Zum dritten Workshop mit dem Titel „Wirtschaft und Energie“ im Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal haben sich in der Stadthalle in Lahnstein mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelt. Im Vordergrund standen folgende Kernfragen:

  • Wie können die Unternehmen im Welterbe Oberes Mittelrheintal gestärkt und neue angesiedelt werden, so dass Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden?
  • Welche arbeitsmarktpolitischen Strategien zur Stabilisierung und Stärkung der Unternehmen gibt es bereits und welche sind insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels künftig erforderlich (Fach- und Führungskräftemangel, Nachfolgeproblematik etc.)?
  • Wie kann sich das Obere Mittelrheintal als Wirtschaftsstandort profilieren?
  • Welchen Beitrag kann im Welterbe Oberes Mittelrheintal zur Bewältigung des Klimawandels und zum Ausbau regenerativer Energien (Energiewende) geleistet werden?
  • Wie können Wirtschaftsentwicklung und Energiewende welterbeverträglich gestaltet werden?

Zur Diskussion dieser Fragestellungen wurden zwei parallele Arbeitsgruppen zu den Titelthemen „Wirtschaft“ und „Energie“ angeboten.

Die Arbeitsgruppe „Energie“ startete mit einem gemeinsamen Impulsreferat der Herren Thomas Geib und Dr. Andreas Neff, beide Mitarbeiter im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz. Neben einem Überblick über die Möglichkeiten des Oberen Mittelrheintals zur Mitwirkung an der Energiewende, gaben die Herren auch einen Ausblick auf die vielfältigen zukünftigen Herausforderungen im Energiesektor. In einer anschließenden Expertenrunde mit Martin Kittelberger (Leitender Planer der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald), Dr. Andreas Neff (Referent für Energietechnik, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz), Oliver Rechenbach (Geschäftsführer der EOR), Gerlinde Wolf (Architektenkammer Rheinland-Pfalz) sowie Herrn Prof. Horn (Stellvertretender Vorsitzender des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz) wurden die Themen Solar und Energieeinsparung im Welterbegebiet vertieft. Danach hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, in vier Unterarbeitsgruppen zu den Themen Energie sparen und Energieeffizienz, Energie speichern und dezentrale Strukturen, ganzheitliche Ansätze für Erneuerbare Energien und Vereinbarkeit von Ansätzen für Erneuerbare Energien mit dem Welterbe und dem Denkmalschutz zu diskutieren und konkrete Handlungsempfehlungen für das Welterbe Oberes Mittelrheintal abzuleiten.

In der Arbeitsgruppe „Wirtschaft“ stellte zunächst Frau Kathrin Heinrichs von der IHK Koblenz den Status-Quo der Wirtschaftsstruktur in der Region Mittelrhein dar und benannte zukünftige Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Welterbe Oberes Mittelrheintal. Herr Achim Kistner, Geschäftsführer des Regionalrates Wirtschaft Rhein-Hunsrück e.V., präsentierte anschließend die Strukturen und die Ansätze der regionalen Wirtschaftsförderung und zeigte beispielhaft das vielfältige Aufgabenspektrum des Regionalrats Wirtschaft auf. Anschließend wurde in Form einer Expertenrunde mit Ralf Junker (Geschäftsführer der BOMAG Fayat Group), Norbert Kummermehr (Geschäftsführer VIA), Martin Melzer (Melzer Kälte + Klima GmbH) sowie Harald Düster (Kaufmännischer Leiter Sebapharma GmbH & Co. KG) über die derzeitige Wirtschaftsstruktur sowie die Erfordernisse zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Oberes Mittelrheintal diskutiert. Die Handlungsfelder Standortmarketing, Infrastruktur und Mobilität (inkl. Breitband), Tourismus und Lebensumfeld sowie Arbeitsmarkt, Fachkräfte und Demografie wurden in vier Unterarbeitsgruppen vertieft. Der Austausch zwischen den Akteuren und die notwendige stärkere Vernetzung war dabei in allen Unterarbeitsgruppen ein wichtiges Thema.

Die Ergebnisse der Unterarbeitsgruppen wurden schließlich im Plenum allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt und mit Frau Ministerin Eveline Lemke diskutiert. Sie lobte das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und warb für die gemeinsame Weiterentwicklung der Ideen und Vorschläge im Rahmen des Masterplans. Ganz besonders freue sich die Ministerin über den Austausch mit den anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen über deren Zukunftsvorstellungen für das Welterbe Oberes Mittelrheintal. An dem Workshop „Wirtschaft und Energie“ haben erstmals in der Masterplan-Reihe Schülerinnen und Schüler aus Koblenz und Lahnstein teilgenommen und sich aktiv in die Arbeitsgruppen eingebracht.

Die Dokumentation des Workshops Wirtschaft und Energie ist im Downloadbereich abrufbar.

Bei Fragen, Anregungen, Tipps und Ideen wenden Sie sich gerne an die zentrale Kontaktstelle.