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Rheinland-Pfalz-Wappen mit Schriftzug: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
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Startseite  >  Wirtschaft  >  Netzwerke und Cluster

Netzwerke und Cluster


Unter einem Cluster versteht man die Vernetzung einer kritischen Masse von Akteuren einer Wertschöpfungskette aus Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung in einem räumlichen Verbund. Cluster tragen dazu bei, die Lücke zwischen Unternehmen, Forschung und Ressourcen zu schließen und damit Wissen schneller in den Markt zu bringen. Sie erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Akteure.

Erfolgreiche Cluster fördern den intensiven Wettbewerb ebenso wie die Kooperation. Sie verbessern die Produktivität, ziehen Investitionen an, unterstützen die Forschung, stärken die industrielle Basis und entwickeln spezifische Produkte oder Dienstleistungen. Wettbewerbsfähige Cluster ziehen kompetente Forschungs- und Fachkräfte an, die die Grundlagen der Innovation schaffen.

Die Erlangung von technologischem Wissen, das für die Produktion von wettbewerbsfähigen Gütern und Dienstleistungen unabdingbar ist, wird immer kostenintensiver. Die mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben verbundenen hohen Aufwendungen sind für mittelständische Unternehmen, die die Wirtschaftsstruktur in Rheinland-Pfalz maßgeblich prägen, ein Ernst zu nehmendes Problem.

Rheinland-Pfalz verfolgt eine Politik der Vernetzung. Wenn technologisches Wissen nicht an einzelne Unternehmen gebunden ist, sondern einem ganzen Netzwerk zur Verfügung steht, können die Mitglieder des Netzwerkes aufgrund gewonnener Synergieeffekte mögliche Nachteile zu den von der Globalisierung tendenziell stärker profitierenden Großunternehmen ausgleichen. Insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen haben so die Möglichkeit, eine regionale Antwort auf die Globalisierung zu geben.

Eine räumliche Agglomeration der Akteure ist zwar grundsätzlich für die gegenseitige Befruchtung von Unternehmen und Wissenschaft und der Unternehmen untereinander förderlich. Um eine notwendige kritische Masse an Akteuren zu erhalten, ist in einem mittelständisch geprägten Flächenbundesland wie Rheinland-Pfalz oftmals ein erweiterter Raumbegriff erforderlich, der auch die Landesgrenze überschreiten kann.

Es ist nur schwer möglich, Cluster oder Netzwerke "aus dem Nichts" aufzubauen. Cluster und Netzwerke wurzeln oftmals auf den schon länger etablierten Wissenschafts- und Wirtschaftsstrukturen und versuchen diese zu stärken und sie für neue Technologien nutzbar zu machen. Die Impuls gebenden Voraussetzungen variieren in Abhängigkeit von Faktoren wie "Reife" und regionale Bedeutung der Branche, Umfang und Kompetenz der wissenschaftlichen Einrichtungen, Intensität innovativer Gründungen, Betriebsgrößenstruktur oder bereits vorhandenem bzw. mobilisierbarem regionalem Bewusstsein.

Innerhalb von Rheinland-Pfalz bieten verschiedene Innovations- und Technologiefelder oder Branchen Anknüpfungspunkte für die Bildung von Netzwerken oder Cluster.

Einige Beispiele von Clustern und Netzwerke mit einer überregionalen Ausstrahlung und einer engen Beteiligung von Unternehmen sind im Folgenden beschrieben. Weitere Informationen sind über die nebenstehende Linkbox erhältlich.

Themenbereich Mobilität / Automotive

Commercial Vehicle Cluster Südwest - CVC

Die Arbeit des CVC konzentriert sich vor allem auf die Verbesserung der Wettbewerbsposition kleiner und mittlerer Zulieferbetriebe und die Intensivierung der Kommunikation und des Erfahrungsaustausches zwischen Zulieferern, Herstellern und der Wissenschaft. Arbeitsgruppen zu technischen und Prozessthemen setzen gezielte Innovationsimpulse bei den beteiligten 66 Unternehmen und Einrichtungen. Der CVC widmet sich dabei schwerpunktmäßig der kollaborativen Technologieentwicklung.

Fraunhofer Innovationscluster Digitale Nutzfahrzeugtechnologie DNT

Digitale Nutzfahrzeugtechnologie ist der Themenschwerpunkt des Fraunhofer-Innovationsclusters, welches die beiden rheinland-pfälzischen Fraunhofer-Institute ITWM und IESE in Kooperation mit Unternehmen aus dem südwestdeutschen Raum sowie der Region Saar-Lor-Lux eingerichtet haben. Problemstellungen aus dem gesamten Lebenszyklus eines Nutzfahrzeugs, von virtueller Entwicklung über Entwicklung, Produktionsplanung und Fertigung bis hin zu Betrieb und Wartung werden im Fraunhofer-Innovationscluster DNT bearbeitet.

Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz

Schwerpunkte sind dabei die Einbindung der Elektromobilität in die intelligenten Netze der Zukunft, die „kommunale“ Elektromobilität und der Bereich des Car-Sharings. Die Koordinierung des Netzwerkes und der Feldtests erfolgt durch einen Wissenschaftsverbund (TU Kaiserslautern -Institut für Regelungssysteme (LRS) und Institut für Mobilität und Verkehr (imove); Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS); Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES); Transferstelle Bingen (TSB)) in Zusammenarbeit mit den Ministerien.

Automobil-Zulieferinitiative Rheinland-Pfalz

Die Automobil-Zulieferinitiative Rheinland-Pfalz ist der Branchenmonitor für alle Beteiligten im Automotive-Bereich, insbesondere für Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister. Die Kernfunktion des Automotive-Monitorings besteht darin, Maßnahmen zu entwickeln und operativ durchzuführen, deren Ziel es ist, die Unternehmen in Ihrer Wettbewerbsfähigkeit und damit auch in ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.

Themenbereich Materialien / Werkstoffe / Produktionsverfahren / Schlüsseltechnologien

Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff

Ziel des Clusters ist die Vernetzung der Innovationspotenziale und die Bündelung der Kompetenzen aus den Universitäten in Koblenz und Siegen, der Fachhochschule Koblenz, den regionalen Forschungs- und Technologie-Instituten FGK (Glas/Keramik), TIME (Metall), ECREF (Feuerfesttechnologie) und tifko (Kunststoff) sowie den Unternehmen der Region, um speziell den KMU die branchenbezogenen FuE-Kapazitäten anzubieten und ihnen u.a. bei der marktreifen Entwicklung von Hybridmaterialien aus Metall, Keramik und Kunststoff zur Seite zu stehen.

Innovationsplattform für magnetische Mikrosysteme - INNOMAG e.V.

Magnetische Mikrosysteme besitzen erhebliche wirtschaftliche Bedeutung entlang der Wertschöpfungskette vom Sensor über Module bis hin zu den vielfältigen Anwendungen. Die Innovationsplattform Magnetische Mikrosysteme mit Sitz in Mainz führt die Interessen und Potenziale von Herstellern, Dienstleistern und Anwendern als Netzwerk zusammen.

SmartFactory e.V.

SmartFactory - die intelligente Fabrik der Zukunft, ist beliebig modifizierbar und erweiterbar, verbindet beliebige Komponenten verschiedener Hersteller und ermöglicht Aufgaben selbstständig zu übernehmen. Die SmartFactory wird von unterschiedlichen Partnern getragen, die sich jeweils in einer oder mehreren Arbeitsgruppen beteiligen.

Kompetenznetz Optische Technologien Hessen/Rheinland-Pfalz - Optence e.V. / Photonik-Zentrum Kaiserslautern e.V.

Optence will den Weg von der innovativen Idee zur wirtschaftlichen Umsetzung eines Produktes verkürzen. Optence ist in engem Kontakt mit Forschungseinrichtungen in den Optischen Technologien, beispielsweise dem Photonik-Zentrum Kaiserslautern. Das Photonik-Zentrum soll KMU den Zugang zur Lasermikromaterialbearbeitung, Lasertechnik, nichtlineare Optik und optische Materialien ermöglichen. Schwerpunkt am Photonik-Zentrum ist die sog. „Green Photonic“, d.h. die Entwicklung energiesparender Lasersysteme, Leichtbau mit Faserverbundwerkstoffen sowie Reibungsverminderung durch Oberflächenstrukturierung.

Themenbereich Lebenswissenschaften / Gesundheit

Initiative Gesundheitswirtschaft

Die Initiative - partnerschaftlich getragen von den beiden Ressorts Gesundheit und Wirtschaft - will die Beschäftigung und Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft stärken und gleichzeitig die Versorgung im Gesundheitswesen und in der Pflege weiter auf hohem Niveau sichern. Kernphilosophie ist die Stärkung und Mobilisierung der sektor- und branchenübergreifenden Zusammenarbeit, die zur Entwicklung neuer Produkte und innovativer Dienstleistungen führt. Vorrangiges Ziel aus Sicht des MWKEL ist es, KMU den Zugang zu den wachsenden Märkten der Gesundheitswirtschaft zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. 

Cluster Individualisierte Immunintervention (CI3)

Der CI3 Cluster generiert in einem einzigen Netzwerk innovative, an den Patienten individualisiert angepasste Immuntherapeutika und Diagnostika für Tumorleiden, Autoimmunerkrankungen und Infektionen. CI3 vernetzt Akteure aus Akademie, Industrie, regulatorischen Institutionen, Medien und Politik im Dienste der Gesundheit.

Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnologien

Cluster Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen / Transferstelle für den Softwarecluster digitales Unternehmen RLP

Der Cluster Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen ist einer von fünf Gewinnern der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des BMBF. Schwerpunkt des Clusters ist moderne Software, die dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller kombiniert, um die hochkomplexen Anforderungen globalisierter Unternehmen zu erfüllen. Um die KMU der Region Kaiserslautern in das Cluster einzubinden und sie an den Transfer- und Anwendungsprozessen auch aktiv zu beteiligen, um die Gründung neuer Start-Ups zu unterstützen und regional IT-Arbeitsplätze zu schaffen, entsteht in Kaiserslautern derzeit die Transferstelle für den Softwarecluster digitales Unternehmen RLP.

Themenbereich Energie, Energie-, Material- und Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft

Anwendung intelligenter stationärer Energiespeichersysteme - StoREgio

Im Fokus des Clusters stehen intelligente, stationäre Energiespeichersysteme, bei denen die Energie vor Ort, z.B. in Wohnhäusern, in Windparks oder Gemeinden gespeichert wird. Sie sollen zukünftig die bisher eher zentralisierte Energieversorgung ablösen und dadurch insbesondere regenerativen Energien zu einem weiteren wirtschaftlichen Durchbruch verhelfen. Wesentliche Forschungsfragen sind Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen dezentraler Energiespeichersysteme. Auch gilt es angesichts komplexer Stromnetzwerke, die Steuerung und Einbindung dieser stationären Energiespeichersysteme in die Netze sicher zu stellen sowie neue Technologien für die Verbrauchsdatenabrechnung zu entwickeln. Hierfür sind u.a. innovative Kommunikationstechnologien und Softwarelösungen notwendig.

Effizienznetz Rheinland-Pfalz – EffNet

Mit dem Effizienznetz Rheinland-Pfalz – EffNet will die Landesregierung u.a. die Ressourceneffizienz (umfassend verstanden als Material- und Energieeffizienz) als wirtschaftliche Zukunftschance für Unternehmen voranbringen. Seit Ende 2005 steht insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen sowie anderen (z.B. Kommunen) mit EffNet ein zentraler Ansprechpartner für alle Problemstellungen aus den Bereichen Umwelt, Energie und Ressourceneffizienz zur Verfügung. Zu den Grundideen des EffNet gehört es, einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Fachinformationen aus den Themenbereichen Umwelt, Energie und Ressourceneffizienz zu bieten, kompetente Ansprechpartner (über die Wegweiserfunktion) online zu vermitteln.

Weitere Informationen zu Netzwerken und Clustern finden Sie in der Broschüre "Infrastruktur für Wissen und Wirtschaft – Cluster in Rheinland-Pfalz" der Zukunftsinititative Rheinland-Pfalz (ZIRP), s. nebenstehende Linkbox.

     

    Externe Internetangebote

    Commercial Vehicle Cluster Südwest - CVC

    Fraunhofer Innovationscluster Digitale Nutzfahrzeugtechnologie DNT

    Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz

    Automobil-Zulieferinitiative Rheinland-Pfalz

    Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff

    Innovationsplattform für magnetische Mikrosysteme - INNOMAG e.V.

    SmartFactory e.V.

    Kompetenznetz Optische Technologien Hessen/Rheinland-Pfalz - Optence e.V.

    Initiative Gesundheitswirtschaft

    Cluster Individualisierte Immunintervention (CI3)

    Cluster Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen

    Anwendung intelligenter stationärer Energiespeichersysteme-StoREgio

    Effizienznetz Rheinland-Pfalz – EffNet

    Clusterbroschüre der ZIRP