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Rheinland-Pfalz-Wappen mit Schriftzug: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
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Fachliche Bewertung


Der Mensch ist in seiner natürlichen Umgebung ständig ionisierender Strahlung von außen ausgesetzt. Sie setzt sich zusammen aus der Strahlung der im Boden vorkommenden natürlichen radioaktiven Stoffe wie z.B. Uran, Thorium oder Kalium K-40 (terrestrische Strahlung) sowie aus einer Strahlung, die ihren Ursprung im Weltraum hat, und von der ein Teil auch die Erdoberfläche erreicht (Höhenstrahlung, kosmische Strahlung). Diese äußere Bestrahlung, der der Mensch je nach Ort in unterschiedlicher Intensität ausgesetzt ist, wird als Gamma-Ortsdosisleistung in der Einheit µSv/h (Mikrosievert pro Stunde) gemessen.

Die gemessene Ortsdosisleistung hängt primär von der Höhe der natürlichen Radioaktivität im Boden (terrestrischer Anteil) und von der Intensität der kosmischen Höhenstrahlung (kosmischer Anteil) ab. Der Mittelwert dieses natürlichen Strahlenpegels liegt in Rheinland-Pfalz im Bereich von 0,05µSv/h - 0,2µSv/h. Der ortsspezifische Langzeitmittelwert ist in den grafischen Darstellungen als horizontale Gerade markiert. In den Messwerte-Tabellen ist der Langzeitmittelwert ebenfalls angegeben.

Bei bestimmten Wettersituationen kann es zu Überschreitungen des Langzeitmittelwerts kommen, wenn die Folgeprodukte des natürlich vorkommenden radioaktiven Edelgases Radon-222 durch Niederschläge ausgewaschen und am Boden abgelagert werden. Dadurch kann die Ortsdosisleistung um mehr als das Doppelte ansteigen. Da aber die Radon-Folgeprodukte schnell zerfallen, stellt sich der standorttypische Pegel meist innerhalb von wenigen Stunden wieder ein. Eine Reduzierung der Ortsdosisleistung tritt auf, wenn die Intensität der Bodenstrahlung z.B. durch eine Schneedecke abgeschwächt wird.