Tag der Landesplanung am 8. September 2011
Aktualisierung, Modernisierung oder Neuerfindung des Zentrale Orte Konzepts
Der erste Tag der Landesplanung der obersten Landesplanungsbehörde Rheinland-Pfalz am 8. September 2011 stand unter dem Thema Zukunft des Zentrale Orte Konzepts (ZOK). Der Einladung nach Koblenz in die Galerie Rheinbastion auf die Festung Ehrenbreitstein sind mehr als 60 Fachleute aus Raumordnung, Landes- und Regionalplanung aus Rheinland-Pfalz, den Nachbarländern sowie aus dem ganzen Bundesgebiet gefolgt und haben somit ihr Interesse an der Fragestellung dokumentiert.
Das ZOK ist bundesweit seit seiner Einführung in den 1960er Jahren das Rückgrat der Raumordnung in der Landes- und Regionalplanung. Es übernimmt wichtige Steuerungs- und Entwicklungsfunktionen v.a. für die Siedlungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den Bundesländern hat das ZOK allerdings vielfältige Ausgestaltungsformen gefunden.
Heutzutage steht das ZOK insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen und wirtschaftsstrukturellen Veränderungen vor neuen Herausforderungen. Das ZOK braucht eine Anpassung, um Stabilisierungs- und auch Schrumpfungsprozesse wirksam begleiten zu können.
Wissenschaft und Planungspraxis sind daher gleichermaßen aufgerufen, diesen spezifisch deutschen Lösungsansatz der Zentralen Orte auf den Prüfstand zu stellen, zu aktualisieren, zu modernisieren oder vielleicht sogar neu zu erfinden, um heutigen Ansprüchen gerecht zu werden und Lösungen für anstehende und zukünftige Entwicklungsaufgaben vorzubereiten.



