RAUM+ Rheinland-Pfalz 2010
Innerörtliche Flächen sind Siedlungspotenzial der Zukunft
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit zurückgehender Bevölkerung, liegen die zentralen Herausforderungen der Siedlungsentwicklung nicht mehr in einem Wachstumsmanagement, sondern in erster Linie in einem regional abgestimmten Bestandsmanagement. So wird mit dem Landesentwicklungsprogramm (LEP IV) bereits seit dem Jahr 2008 der Vorrang der Innenentwicklung vor der Außenentwicklung als ein von der Bauleitplanung verbindlich zu beachtendes Ziel formuliert.
Beispielhafter Prozess des Landes in Kooperation mit den Kommunen
Mit dem Projekt „RAUM+ Rheinland-Pfalz 2010“ hat das Land Rheinland-Pfalz u.a zur Umsetzung der Ziele einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung eine landesweite Übersicht über vorhandene Siedlungsflächenpotenziale erstellt, mit dem Ziel vor der Erschließung neuer Baugebiete zunächst die Möglichkeiten innerorts auszuschöpfen. Damit werden die wertvollen natürlichen Böden im Außenbereich geschont und die Ortsmitten gestärkt. Die besondere Bedeutung dieses Projektes liegt nicht nur darin, zu wissen, wie viel Flächenpotenzial für die Innenentwicklung tatsächlich zur Verfügung steht, sondern auch in einer Bewertung, ob diese Flächen direkt bebaut werden können, bzw. welche Gründe gegen eine schnelle Realisierung sprechen. Dies bildet die Voraussetzung, um konkrete Maßnahmen einzuleiten und eventuell vorhandene Hemmnisse aktiv anzugehen.
Kommunen bekommen Zugang zu den Erhebungsdaten
Die standardisierte und systematische Erfassung der Flächenreserven, die im engen Dialog mit den Kommunen identifiziert wurden, konnte mit einer 100 %igen Beteiligung der Träger der Flächennutzungsplanung im Oktober 2010 abgeschlossen werden.
Die vorliegende Ersterhebung wird zukünftig jährlich durch die internetgestützte Erhebungsplattform RAUM+Monitor fortgeschrieben.
RAUM+Monitor ist in das Rauminformationssystem (RIS) des Landes integriert und wird den Trägern der Flächennutzungsplanung kostenfrei zur Verfügung gestellt.



