Neue Herausforderungen für das Welterbe Oberes Mittelrheintal
UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal
Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen am Rhein / Rüdesheim am Rhein und Koblenz erstreckt sich auf einer Länge von 67 Kilometern und ist gekennzeichnet durch eine hohe Konzentration an bedeutenden Kulturdenkmälern in R(h)einkultur. Mit der Anerkennung des Oberen Mittelrheintals als Weltkulturerbe durch die UNESCO im Jahr 2002 sind die besondere Bedeutung und Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft gewürdigt worden. Seither haben die vielen engagierten Akteure im Oberen Mittelrheintal Beachtliches geleistet, um die Attraktivität dieser außergewöhnlichen Tallandschaft zu erhalten und weiter zu steigern.
Zukünftige Herausforderungen
Gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungsprozesse machen aber auch vor dem Oberen Mittelrheintal nicht halt: so steht das Welterbe heute und in Zukunft vor gewaltigen Entwicklungsaufgaben. Neben der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels wie z.B. leerstehende Gebäude und Wohnungen sowie Rückgang bei Angeboten der öffentlichen und privaten Infrastrukturversorgung, sind insbesondere die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region und die Minderung der Lärmbelastung durch den Schienengüterverkehr in der engen Tallage eine zentrale Herausforderung.
Ein Masterplan für das Obere Mittelrheintal
Das Welterbekomitee der UNESCO und die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich darauf verständigt, die Entwicklungsmöglichkeiten des Oberen Mittelrheintals unter Berücksichtigung der Welterbe-Bedingungen im Rahmen eines Masterplans zu untersuchen sowie Leitbilder ("Vision") und Maßnahmen für die Weiterentwicklung in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu entwickeln.
Kernbausteine dazu waren eine Raumanalyse sowie Workshops und eine Zukunftskonferenz. Insbesondere über die sechs thematischen Workshops zu den Kernthemen der Entwicklung des Oberen Mittelrheintals und die Zukunftskonferenz stand allen gesellschaftlichen Gruppen im Oberen Mittelrheintal die Mitgestaltung im Masterplan-Prozess offen.
Der Masterplan braucht Ideen und Engagement
Prozesse wie der Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal können nur erfolgreich sein, wenn sie von den verantwortlichen und engagierten Akteuren vor Ort mit entwickelt, akzeptiert und aktiv vorangebracht werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in den Entwicklungsprozess einzubringen.

