Entwicklung
Gewerbe
Um die zunehmende Einbindung des Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz in den europäischen Markt und die Weltwirtschaft zu fördern, werden durch die Landes- und Regionalplanung notwendige Rahmenbedingungen geschaffen und durch die Bauleitplanung konkretisiert und gesichert. Hierzu zählen z.B. die Bereitstellung eines ausreichenden Baulandangebotes für gewerbliche und industrielle Nutzung an attraktiven Standorten, eine räumlich ausgewogene Verteilung der wirtschaftsnahen Forschungs- und Beratungsinfrastruktur sowie eine flächendeckende Aus-, Fort- und Weiterbildungsinfrastruktur.
Arbeitsplätze
Die Landes- und Regionalplanung ist bemüht, das in Rheinland-Pfalz bestehende Gefälle an Arbeitsplätzen zwischen den Regionen abzubauen. Dies bedeutet insbesondere die Stärkung der Wirtschaft in ländlichen Räumen, aber auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in verdichteten Gebieten.
Um das Entwicklungspotential der Teilräume gezielt zu nutzen, stehen der Raumordnung verschiedene Instrumente zur Verfügung: die Ausweisung von „Vorrangbereichen für Gewerbe“ in landesweit bedeutsamen Standorten bzw. die Ausweisung der „besonderen Gemeindefunktion Gewerbe.“ Sie dienen dazu, geeignete Gewerbestandorte unter den vorgenannten Kriterien auszuweisen, um ein attraktives Baulandangebot für ansiedlungsbereite Betriebe sicherzustellen sowie die Verbindung mit vorhandenen und geplanten Wohnstandorten zu gewährleisten.
Konversion
Die Landes- und Regionalplanung trägt im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung dazu bei, frei werdende militärische Liegenschaften (Konversionsflächen) zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur zu nutzen. In Rheinland-Pfalz sind davon über 10.000 ha an fast 500 Standorten betroffen. Der Abzug von ausländischen, bzw. inländischen Streitkräften bedeutet häufig einen Rückgang der Kaufkraft, den Verlust ziviler Arbeitsplätze und das Freiwerden von Liegenschaften. Deshalb entwickelt die Landes- und Regionalplanung Konzepte und stößt deren Umsetzung an, um damit Investitionen für neue wirtschaftliche Aktivitäten in diese benachteiligten Regionen zu bringen. Ein gravierendes Problem ist dabei, dass die von der Konversion betroffenen Gebiete häufig nationale Randgebiete sind, die eine für Investoren ungünstige Lage aufweisen.



