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Rheinland-Pfalz-Wappen mit Schriftzug: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
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Wichtige Abfallarten


Abfälle aus Haushalten

Abfälle aus Haushalten stellen massenmäßig (hinsichtlich ihres Aufkommens) eine bedeutende Abfallfraktion dar. Wesentliche Bestandteile sind Hausrestabfälle, Papier/Pappe/Karton, Verpackungen, Bioabfälle sowie Sperrabfall (insbesondere Holzabfall, Metallschrott).

Im Jahr 2011 wurden rund 2 Mio. Mg Abfälle aus Haushalten den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern in Rheinland-Pfalz zur Entsorgung überlassen. Statistisch gesehen erzeugt somit jeder Bürger rund 510 kg Haushaltsabfall pro Jahr. Etwa 91,7 % dieser Abfälle werden bereits verwertet.

Gewerbeabfälle

Unter dem Begriff Gewerbeabfälle werden hausabfallähnliche Gewerbeabfälle sowie  produktionsspezifische Abfälle subsumiert. Nur ein kleiner Teil dieser Abfälle werden noch den öffentlich-rechlichen Entsorgungsträgern überlassen. Im Jahr 2011 waren dies 88.600 Mg hausabfallähnliche Gewerbeabfälle sowie rund 13.300 Mg produktionsspezifische Abfälle.  

Bioabfälle

Zur Gewinnung von Energie, aber auch zur Herstellung von Bodenverbesserungsmaterial spielen Bioabfälle eine wichtige Rolle. Zum Ausbau der energetischen Vewertung von Bioabfällen ist die Getrenntsammlung von diesen Abfällen flächendeckend auszubauen. Bioabfälle sind insbesondere Garten- und Parkabfälle, Landschaftspflegeabfälle, Küchenabfälle sowie Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie und dem Handel. Gerade aus diesem Herkunftsbereich kommt aber dem Ziel der Abfallvermeidung eine besondere Bedeutung zu.

Bau- und Abbruchabfälle

Bau- und Abbruchabfälle sind massenmäßig von besonderer Relevanz, da sie den größten Teil des Abfallaufkommens ausmachen. Die den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern 2011 überlassenen Massen erreichten eine Größenordnung von rund 1,0 Mio. Mg.  Das tatsächliche Aufkommen liegt aber um einiges höher, da ein nicht quantifizierbarer Anteil privaten Verwerterfirmen angedient wird und somit abfallbilanziell nicht erfasst werden kann. Bau- und Abbruchabfälle werden nach entsprechender Aufbereitung je nach Materialeigenschaft für Rekultivierungszwecke, Deponieabdeckungsmaßnahmen oder als Ersatzbaustoffe verwendet. Die Verwertungsquote der überlassenen Bau- und Abbruchabfälle lag 2011 bei 75,4 %.  

Die Entwicklung von Vermeidungs- und Verwertungsstrategien hat angesichts der Bedeutung dieses Massenstroms einen besonderen Stellenwert. Hinweise hierzu enthält der Leitfaden Bauabfälle, der vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz erarbeitet wurde.

Eine umfassende Übersicht über Entsorgungsmöglichkeiten mineralischer Bauabfälle ermöglicht die vom ifeu-Institut für das Land Rheinland-Pfalz erstellte Broschüre Stoffstrommanagement Bauabfall.

Mit dem Ziel, den Anteil von RC-Baustoffen in der Bauwirtschaft zu erhöhen, wurde am 15.10.2012 ein Bündnis "Kreislaufwirtschaft auf dem Bau" geschlossen. Die Unterzeichner der Vereinbarung verpflichten sich, darauf hinzuwirken, dass Abbruch- und Rückbaumaßnahmen selektiv erfolgen, anfallende Massen dem Recycling zugeführt werden und Böden, bei entsprechender Eignung und erfolgter Gütesicherung, in technischen Bauwerken zu verwerten.

Anforderungen an die Verwertung von Böden und Bauabfällen außerhalb von Deponien sind in den Informationsblättern 24, 25, 26 der Altllastenexpertengruppe (ALEX) des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz enthalten.

Zur Förderung der stofflichen Verwertung von Bauabfällen wurde die Boden-, Bauschutt- und Bauteilbörse eingerichtet. Diese bietet eine Plattform, um Anbieter und Nachfrager von Böden und verwertbaren Bauabfällen zusammenzuführen. 

Weitere Informationen zu den Themen Böden, Bauabfall und Straßenbauabfälle hat das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz auf den Serviceseiten unter www.luwg.rlp.de bereitgestellt.     



Straßenbauabfälle

Bei der Entsorgung von Straßenbauabfällen sind in den letzten Jahren immer wieder Fragestellungen aufgetreten, wie z.B. zur Erkennung belasteter Materialien auch in den unteren Straßenschichten oder zu den Anforderungen an das Kaltrecyclingverfahren. 

Im September 2002 wurde daher der Arbeitskreis Straßenbauabfälle Rheinland-Pfalz gegründet, dem sowohl VertreterInnen der Straßenbauverwaltung als auch der Umweltbehörden angehören. Die Obmannschaft hat das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz (LUWG) übernommen.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis und die bisher erschienenen Veröffentlichungen finden Sie auf der Homepage des LUWG.

     

    Downloads

    Biomassepotential- studie.pdf 
    (ca. 12 MB)
    Leitfaden Bauabfälle.pdf 
    (ca. 300 kB)
    Stoffstrommanagement Bauabfall.pdf 
    (ca. 700 kB)
    ALEX-Infoblatt 24.pdf 
    (ca. 600 kB)
    ALEX-Infoblatt 25.pdf 
    (ca. 600 kB)
    ALEX-Infoblatt 26.pdf 
    (ca. 600 kB)
    Bündnis Kreislaufwirtschaft auf dem Bau.pdf 

    Externe Internetangebote

    Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht

    Boden-, Bauschutt- und Bauteilbörse